Belgische Schäfer

Belgischer Schäferhund

Der Belgische Schäferhund umfasst vier Unterarten (zum Beispiel den Malinois), die sich hauptsächlich durch ihr Fell unterscheiden. Im Gegensatz zum Deutschen Schäferhund wirkt er kompakter, feiner und beweglicher.Der Belgische Schäferhund hat einen mittelgroßen und äußerst harmonischen Körperbau. Besonders im Vergleich zum Deutschen Schäferhund wirkt er fast zierlich, aber in jedem Fall feiner und eleganter. Er erreicht eine Widerristhöhe von über 60 cm und kann bis zu 35 kg wiegen. Der Belgische Schäferhund wird in vier Varietäten gezüchtet, wobei der Malinois am bekanntesten sein dürfte und umgangssprachlich oft mit der Rasse gleichgesetzt wird. Außerdem gibt es noch die Varianten Groenendael, Laekenois und den Tervueren, die sich alle ausschließlich durch ihr Fell unterscheiden. Der Malinois ist der kurzhaarige Schlag der Rasse und hat in der Regel ein falbfarbenes Fell und eine schwarze Maske.

Zum Wesen: temperamentvoller Familienhund

Die Rasse ist für ihre Wachsamkeit und Lebhaftigkeit bekannt. Malinois und Co. sind aktiv und temperamentvoll und brauchen ausgesprochen viel Bewegung und Beschäftigung. Bekommen sie nicht genug Auslauf, kann sich dies in negativem Verhalten äußern. Oft fixieren sie sich auf ihr Herrchen oder Frauchen und beschützen diese. Als ursprüngliche Hütehunde sind die Tiere extrem folgsam und lernwillig, ausdauernd und geduldig. Die Belgischen Schäferhunde eignen sich deshalb auch gut als Familienhunde. Sie können aber auch als Arbeitshunde eingesetzt werden. So kommt der Malinois zum Beispiel oft als Polizei- oder Schutzhund zum Einsatz, während der Tervueren gern als Blindenhund genutzt wird.

Haltung und Pflege: Belgischer Schäferhund im Alltag

Ein Belgischer Schäferhund ist kein geeignetes Tier für die Haltung in einer Stadtwohnung. Er braucht viel Auslauf und optimalerweise einen eingezäunten Garten zum Beschützen. Wer ihn nicht als Wachhund einsetzt, sollte ihn als Sporthund ausreichend beschäftigen. Agility-Training, Hundefrisbee und Schwimmen liegen ihm gleichermaßen. Zudem braucht er eine konsequente, wenn auch umsichtige Erziehung. Bekommt er diese nicht oder wird er mit zu viel Härte angetrieben, neigt er zu Verhaltensauffälligkeiten. Aus diesem Grund ist der Belgier eher für erfahrene und sehr aktive Hundehalter geeignet.

Gesundheit des Belgischen Schäferhunds

Da der Belgische Schäferhund vergleichsweise groß und dabei sehr aktiv ist, neigt er zu Erkrankungen im Bereich des Bewegungsapparates, wie beispielsweise Hüft- und Ellbogendysplasie. Übergewicht könnte diese Probleme noch verstärken, weshalb unbedingt auf eine artgerechte Ernährung geachtet werden sollte. Hinsichtlich der Fellpflege reicht es meist aus, das Haar des Vierbeiners zweimal wöchentlich gründlich zu bürsten. Die langhaarigen Tervueren oder Groenendael müssen etwas häufiger gekämmt werden. Bei korrekter Haltung und Pflege kann ein Belgischer Schäferhund zwischen 12 und 14 Jahre alt werden.

 

Quelle: einfach tierisch.de